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Uber Samos

 
 
Die griechische Insel Samos liegt in der östlichen Ägäis und ist der ionischen Küste Kleinasiens vorgelagert. Zusammen mit Ikaria und Fourni bildet Samos die Präfektur Samos in der Verwaltungsregion Nördliche Ägäis (griech. Βόρειο Αιγαίο). Die Insel hat etwa 34.200 Einwohner. Bei einer Fläche von etwa 477 km² ist Samos etwa 44 km lang und 19 km breit. Die Insel ist zu annähernd 70% von Gebirgen geprägt. Der Kerkis  auch Kerketeas, im Altertum Cercetus genannt, erhebt sich im Westen steil aus dem Meer und erreicht mit der Vigla (Βίγλα) eine Höhe von 1.434m. Östlich des zentral gelegenen Ambelos Gebirges , mit dem 1153 m hohen Karvounis  als höchstem Berg, liegt die tief eingeschnitte Bucht des ca. 5 km langen und 1 km breiten Golfs von Vathy  mit der Hauptstadt Samos. .Der Golf wird auf seiner nordöstlichen Seite vom Bergmassiv des Thios (453 m) begrenzt. Weiter im Nordosten liegen einige unbewohnte Inseln. Im Südosten trennt die etwa 1,3 km breite Meerenge von Mykali  auch Meerenge von Samos, antike Bezeichnung Epta stadia, die Insel vom türkischen Festland


 
 
Samos History
Samos war ab etwa 3000 v. Chr. bewohnt. Der griechischen Überlieferung nach waren die ersten Bewohner Pelasger, Karer und Leleger, die jedoch durch flüchtige Ionier aus Epidauros verdrängt wurden.
 
Einzige noch stehende Säule des Heratempels
 
Innenansicht des Tunnels des Eupalinos; der Tunnel besteht aus zwei Etagen: Oben der begehbare Wartungstunnel, unten der eigentliche Wassertunnel, im Bild links durch Metallgeländer abgedeckt

In der Antike war Samos ein wichtiges Handelszentrum und für die Schifffahrt von großer Bedeutung. Sie wurde mit Beinamen wie Anthemis, die "Blühende"; Pitioussa, die "Pinieninsel"; Dryoussa, die "Eicheninsel", Kyparissia, die "Zypresseninsel"; Phillas", die "Laubreiche" sowie Parthenia, die "Jungfräuliche" und Parthenoaroussa bezeichnet. Die Insel war außerdem für ihre rote, glänzende Keramik berühmt, die die Römer in ihren so genannten «Samischen Tonwaren» (Terra Sigillata) nachahmten. Besonders mächtig war die Insel unter Polykrates (532-522 v. Chr.), der dort eine bedeutende Seeherrschaft gründete, schließlich aber vom persischen Satrapen Oroites durch trügerische Versprechungen nach Kleinasien gelockt und hingerichtet wurde. Sein Bruder Syloson unterjochte später die Insel mit persischer Hilfe und beherrschte sie nach grausamer Verwüstung als persischer Satrap. Der Baumeister Mandrokles, der - wie Herodot berichtet - für den persischen Großkönig Dareios I. eine Schiffsbrücke über den Bosporus baute und damit seinem Heer 493 v. Chr. den Weg nach Griechenland öffnete, stammte von Samos. 479 v. Chr. wurde die Insel nach der Schlacht von Mykale von der persischen Herrschaft frei und im gleichen Jahr Mitglied des 1. Attischen Seebundes als nicht steuerzahlendes Glied. Der Aufstand der Inselbewohner im Jahr 440 v. Chr. wurde von Perikles niedergeschlagen, Samos wurde wieder zu einem Vasallen Athens. Während des Peloponnesischen Krieges (431-404 v. Chr.) stand Samos auf der Seite Athens gegen Sparta und stellte seinen Hafen der athenischen Flotte zur Verfügung. In den späteren Kriegsjahren erhielt Samos deshalb seine Privilegien zurück. Samos fiel im Jahr 387 v. Chr. erneut an Persien, wurde jedoch 366 v. Chr. von Athen zurückerobert. 365 v. Chr. eroberte der attische Feldherr Timotheos nach zehn Monaten Belagerung die Hauptstadt, vertrieb die gesamte Bevölkerung und besetzte die Insel mit attischen Kleruchen, welche hier, wie Inschriften zeigen, ein eigenes Gemeinwesen mit besondern Beamten bildeten. Erst nach dem Tod Alexanders des Großen wurde die Insel durch Perdikkas den Samiern zurückgegeben (322 v. Chr.).Später gehörte sie zeitweilig zu Ägypten, kämpfte mit Antiochos dem Großen und Mithridates gegen Rom und wurde 84 v. Chr. mit der römischen Provinz Asien vereinigt.

Byzantinische Zeit

Samos war dann Teil des Römischen Reiches, später des Oströmischen Reiches. 1304-29 und 1346–1475 war sie genuesische Kolonie, bis sie an das Osmanische Reich fiel. Unter osmanischer Herrschaft wurde die Insel türkisch Sisam adası genannt.

Osmanische Herrschaft

Als Ergebnis des Russisch- Türkischen Krieges konnten im Friedensvertrag von Küçük Kaynarca vorteilhafte Bedingungen für die Seefahrt und den Handel erreicht werden. Kaufleuten aus Samos war es möglich, die Hauptprodukte Olivenöl und Wein zuerst in den Häfen von Smyrna und Konstantinopel, später auch in Russland und Ägypten und zum Ende des 18. Jahrhunderts auch in Europa, vorwiegend in Frankreich, zu handeln. Durch die Kontakte mit den europäischen Häfen griffen Kaufleute die fortschrittlichen Ideen der Aufklärung und der Französischen Revolution auf und verbreiteten sie. Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert orientierten sich die am Meer entstandenen Siedlungen am Handel und den Möglichkeiten, die die Lage am Meer bot. Eine dieser Siedlungen war der Hafen von Samos (Limin Vatheos, Λιμήν Βαθέος), wo sich hauptsächlich Kaufleute von den ionischen Inseln niederließen. Schiffseigner und Kaufleute waren auch am Warenaustausch mit einheimischen Händlern und Landwirten interessiert, was aber vom bestehenden System unterdrückt wurde. Durch den Kontakt mit den Kaufleuten formierte sich eine Gruppe, sogenannte Carmagnoles, die fortschrittliche Ideen unterstützte und das bestehende System bekämpfte. Sie vertraten die Ideale von freien und gebildeten Menschen, die sich in einer demokratischen Gesellschaft verwirklichen können. Gegenspieler waren konservative Kräfte, sogenannte Kallikantzari, die am bestehenden System festhielten und mit der türkischen Administration der Insel zusammenarbeiteten. Der intensive Konflikt zwischen Carmagnoles und Kallikantzari in den sozialen und politischen Auseinandersetzungen dauerte viele Jahre und endete mit dem Sieg der Carmagnoles, die von 1807 bis 1812 das bestehende System umgestalteten. Eine demokratische Versammlung entschied über politische Belange. Die politischen Ziele waren Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Solidarität und Volksherrschaft, ihr Führer war Georgios Logothetis. Die Carmagnoles wurden 1812 entmachtet, Logothetis verfolgt. In der Revolution von 1821 übernahm er wieder eine führende Rolle auf der Insel.


Griechische Revolution

Im griechischen Freiheitskampf ab 1821 errangen die Griechen hier unter Kanaris einen bedeutenden Seesieg über die Türken (1824). Nach dem Londoner Protokoll von 1827 wurde Samos 1830 den Türken zurückgegeben und am 11. Dezember 1832 zur Hauptstadt eines tributpflichtigen Fürstentums gemacht. Die Insel gehörte ab 1832 in relativer Unabhängigkeit zum türkischen Vilajet Dschesair. Die Verwaltung wurde der Insel übertragen. Sie war jedoch an die Zahlung von Zöllen an die Türkei gebunden.

Jahrhundert

Samos wurde am 11. August 1904 von einem schweren Erdbeben mit der Stärke von 6,2 auf der Richter-Skala erschüttert: das Erdbeben kostete vier Menschenleben und zerstörte 540 Häuser auf der Insel.[4]

1908 rebellierten die Bewohner Samos. Fürst Andreas Kopasis, der eine anti-griechische Haltung hatte, wurde am 22. Mai 1912 ermordet. Sein Nachfolger war der pro-griechische Gregory Vegleris. Im Mai 1912 zogen sich die türkischen Truppen von der Insel zurück, als der Krieg gegen Italien ausbrach. Unter Themistoklis Sophoulis rebellierten die Griechen erneut und Vegleris musste fliehen. Am 11. November 1912 erfolgte die Proklamation des Anschlusses von Samos an das Königreich Griechenland. Als Ergebnis der Balkankriege wurde Samos 1913 Teil von Griechenland. 1925 wurde kurz über eine Unabhängigkeit der Insel nachgedacht.

Die Insel wurde im Zweiten Weltkrieg durch italienische Truppen besetzt. Am 30. August 1943 wurden in Kastania 27 griechische Widerstandskämpfer (Andartes) hingerichtet. Die Städte Samos und Pythagorio wurden im November 1943 durch deutsche Fliegerstaffeln bombardiert. Die Insel wurde im weiteren Verlauf von den Engländern besetzt und dann von einer Kompanie Brandenburger erobert.

Archaeological Sites of Samos

 
Aristarchos Pythagoras
Byzantium Church Polykrates Wall Karlovassi Castle
Logothetis Castle Hera Temple Paleontological Museum
Eupalinus Tunnel Spiliani Waterfalls
 
 
 
Traditionellen Samos Getränke und Nahrung
 
 


 
Samos Strände

 

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